Um dem anhaltenden Wachstum und der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, investiert Vetter kontinuierlich in die Entwicklung seiner Produktionsstätten. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist die zuverlässige Versorgung mit Reinstmedien wie Reines Wasser (PW), das eine entscheidende Rolle in der aseptischen Herstellung spielt.
An unserem kommerziellen Produktionsstandort in Langenargen haben wir kürzlich ein zusätzliches PW-Erzeugungssystem installiert, das nicht nur unsere Versorgung mit diesem wichtigen Hilfsmittel stabilisiert, sondern auch zusätzliche Kapazitäten am Standort erschlossen hat. Hier erfahren Sie, wie das funktioniert.
Reinstmedien: Warum die Erwartungen außergewöhnlich hoch sind
PW dient in der Regel zwei wichtigen Zwecken: Es wird zur Reinigung von Produktionsanlagen und -komponenten sowie als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Wasser für Injektionszwecke (WFI) und Reinstdampf (PS) verwendet.
Beide Anwendungen unterliegen strengen grundlegenden Qualitätsanforderungen, beispielsweise durch die Europäische Pharmacopeia oder die United States Pharmacopeia. Um ein hohes Maß an Produktqualität und Patientensicherheit zu erreichen, sind die internen Grenzwerte für die messbare Anzahl an Keinem in PW von Vetter bewusst höher angesetzt als die gesetzlichen Anforderungen.
Für unser Investitionsprojekt in Langenargen suchten wir nach einem Wasseraufbereitungssystem, das PW in WFI-Qualität liefern und gleichzeitig einen zuverlässigen Betrieb und eine flexible Nutzung ermöglichen sollte – Ziele, die ein strenges und umfassendes Lastenheft sowie einen erfahrenen Partner erforderten.
Für uns steht die Patientensicherheit immer an erster Stelle. Daher war es entscheidend, dass das neue System unseren hohen internen Qualitätsstandards entspricht.
Dietmar Waizmann, Head of Utilities
Mehrstufige Aufbereitung: Hohe Reinheit durch aufwendige Verarbeitung
Das implementierte PW-System hat eine Kapazität von 10.000 Litern pro Stunde und einen Reinigungsprozess, der aus mehreren wichtigen Schritten besteht:
- Schritt 1 > Zunächst wird das Trinkwasser mit Ionenaustauschern enthärtet.
- Schritt 2 > Anschließend durchläuft das enthärtete Wasser eine Umkehrosmose, welche die Ionenkonzentration reduziert und Keime und Endotoxine herausfiltert.
- Schritt 3 > Schließlich senkt eine Membranentgasung den Kohlendioxidgehalt, bevor Elektrodeionisation und Ultrafiltration verbleibende Ionen, Keime und Endotoxine entfernen
Das gesamte System ist mit heißem Wasser desinfizierbar. Ein weiteres Merkmal ist das Leistungssteuerungssystem, das die Produktion automatisch an den Bedarf der Speichertanks anpasst. Dies ermöglicht eine schnelle Verfügbarkeit, selbst bei kurzfristigen Volumenschwankungen.
Eine maßgeschneiderte Lösung für einen kompakten Platzbedarf
Eine weitere wichtige Herausforderung: Unser Standort in Langenargen verfügte nur über begrenzten Platz für die neue Wasseraufbereitungsinfrastruktur.
Um eine effiziente Inbetriebnahme zu ermöglichen, wurde das ausgewählte System speziell für die verfügbare Stellfläche konfiguriert. Die begrenzte Fläche hatte auch Auswirkungen auf den Einbau der Anlage. Letztendlich wurde der Rahmen in zwei Teilen geliefert und vor Ort montiert. Diese Flexibilität war für die erfolgreiche Umsetzung unerlässlich.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor: Starke Partnerschaft
Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit Pharmatec, einer Tochtergesellschaft von Syntegon, umgesetzt. Deren technisches Know-how, Flexibilität und lösungsorientierte Zusammenarbeit waren entscheidend für den Erfolg des Projekts.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts in Langenargen wurden weitere PW-Systeme an den Vetter-Standorten in Ravensburg und Rankweil installiert.
Weitere Informationen zu unseren sich ständig weiterentwickelnden Produktionskapazitäten finden Sie in unserem Services-Hub.