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Einflussfaktoren auf die Arzneimittelstabilität

Die Stabilität von Arzneimitteln bei komplexen Strukturen

Aktuelle Fortschritte bei Behandlungsmethoden, der demographische Wandel und veränderte Anforderungen an die Patientensicherheit haben zu einer neuen Generation von Injektionsmedikamenten geführt. Dazu gehören komplexe und hochsensible Substanzen wie monoklonale Antikörper, multivalente Impfstoffe und rekombinante Peptide. Bei der Entwicklung stehen Pharma- und Biotech-Firmen heute vor der Herausforderung, bei zunehmender Komplexität der Wirkstoffe, eine zuverlässige Stabilität der Arzneimittel zu erreichen.

Passende Abfüllprozesse beginnen mit den richtigen Fragen

Biologische Verbindungen sind aufgrund ihrer Eigenschaften instabil und empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen. Entscheidend sind deshalb robuste, reproduzierbare Abfüllprozesse, die bereits in der klinischen Entwicklung einen Schwerpunkt auf die Arzneimittelstabilität legen. Um das zu erreichen, müssen einige wichtige Fragen beantwortet werden:

  • Wie empfindlich ist die Substanz gegenüber Abfüllprozessen?
  • Welche Auswirkungen hat die Filtration?
  • Wie robust lassen sich Abfüllprozesse ohne Abweichungen von Spezifikationen gestalten?
  • Sind die Wirkstoffe kompatibel mit notwendigen Komponenten wie Gummistopfen und Verschlusssystemen?
  • Welche Materialien eignen sich für die Komponenten?
  • Ist eine Vorbehandlung der Materialien notwendig?
  • Wie viel Silikon vertragen die Wirkstoffe?

Erst nach der Beantwortung dieser Fragen, lassen sich Abfüllprozesse aufsetzen, die allen Variablen entsprechen. Wer bereits in den frühen Phasen darauf achtet, kann die Stabilität seiner Arzneimittel auch während der Überführung von der klinischen Herstellung zur kommerziellen Abfüllung bewahren.

Einflussfaktoren auf die Abfüllung von sensiblen Substanzen

Die Komplexität moderner Wirkstoffe hat Einfluss auf viele Aspekte von Abfüllprozessen. An erster Stelle steht dabei die Filtration, die speziell für sensible Substanzen designet werden muss. Mehrfache Filtrationsprozesse sind beispielsweise notwendig, um einer Proteinaggregation während der Vermischung vorzubeugen oder das Auslaugen der finalen Wirkstofflösung zu vermeiden. Eine Rezirkulation der Wirkstofflösung kann erforderlich sein, um die geforderte Wirkstoffkonzentration zu erhalten.

Viele Hersteller setzen auf höhere Dosierungen, um etwa die Medikamentenwirkung zu maximieren oder Patientenfreundlichkeit zu erhöhen. Daraus ergeben sich weitere Herausforderungen für die Abfüllprozesse. Höhere Konzentrationen sind beispielsweise anfällig für das Antrocknen an den Oberflächen der Füllnadeln, wodurch sich der Durchmesser verringern und Wirkstoff verloren gehen kann. Sie erschweren zudem die Sterilfiltration bei gleichzeitiger Gefahr einer Zersetzung aufgrund der Proteinaggregation.

Ebenfalls werden Analysen durch die Eigenschaften der komplexen Wirkstoffe beeinflusst. So ist es schwieriger korrekte Untersuchungsergebnisse zu erhalten. Erforderlich ist dafür eine höhere Robustheit der Untersuchungsverfahren, um regulatorische Vorgaben erfüllen zu können. Dazu gehören auch geeignete und zuverlässige Stabilitätsanalysen. Gefragt sind deshalb Expertise und Know-how bei Tests und Untersuchungen von empfindlichen Wirkstoffen. Stabilitätstests sollten bereits während der Formulierungsentwicklung beginnen. Sie sollten zudem während der Qualifizierung, bei kommerziellen Chargen und Behördenabfüllungen fortgeführt werden. Permanente Stabilitätsstudien sind eine Voraussetzung, um die Haltbarkeit der Medikamente korrekt bewerten zu können. Bereits bei Einführung der Arzneimittel sollte mit diesen Studien begonnen werden, um möglichen Versorgungsengpässen vorzubeugen. Da Stabilitätstests und -analysen, entscheidende Faktoren sind, werden geeignete Stabilitätslager und entsprechende Reservesysteme benötigt.  

Vetter schafft mit seiner Expertise stabile Lösungen

Vetter hat mehr als 15 Jahre Erfahrung im Umgang mit modernen und anspruchsvollen Wirkstoffen. Unsere über 150 Experten in diesem Bereich helfen Ihnen und Ihrem Medikament passende Antworten zu finden, um ein zuverlässige Arzneimittelstabilität während der Abfüllung zu erreichen. Zu unseren Erfahrungen gehören erfolgreiche Projekte von monoklonalen Antikörpern über Peptide bis hin zu Impfstoffen. Wir setzen für jeden Wirkstoff Prozesse auf, die einen Schwerpunkt auf die Arzneimittelstabilität legen. Wenn es notwendig ist, nutzen wir Rezirkulierungsverfahren und andere Methoden, um den Erfolg ihrer Produkte zu unterstützen. Unsere Analysen und Methoden sowie das erarbeitete Know-how bieten Ihnen genauso wie unsere Standorte in Chicago (USA) und Ravensburg einen kundenspezifischen Methodentransfer. Dabei bieten wir Ihnen bis zu 370 m2 Fläche in unserem Stabilitätslager.