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Sitting down with Susanne Resatz

Sitting down with Susanne Resatz

Hallo Frau Resatz, vielen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen und uns ein paar Fragen über sich und den Standort von Vetter in Chicago beantworten. Zuallererst möchten wir Sie zu Ihrer neuen Position als Leiterin beglückwünschen. Können Sie uns etwas über den Standort und Ihren Weg nach Chicago erzählen?

Vielen Dank. Für mich ist es wirklich eine sehr spannende Aufgabe, die Leitung des Standorts und die Führung des Teams in Chicago zu übernehmen. Wir haben in Chicago ein Team hochqualifizierter Mitarbeiter, die äußerst motiviert und engagiert daran arbeiten unseren Kunden ein hohes Maß an Unterstützung zu bieten. Ich freue mich dieses Team nun leiten zu dürfen.

Was meinen Weg nach Chicago betrifft – ich bin stolz darauf ein Mitglied des ersten Chicago Teams, das 2010 diesen Standort aufgebaut hat, zu sein. Damit wurde der erste Vetter Produktionsstandort außerhalb von Deutschland geschaffen. Bevor ich die Position als Leiterin Ende letzten Jahres übernommen habe, war ich für alle Aufgaben rund um die Prozessentwicklung und die Abfüllung von Kundenprojekten verantwortlich. Während dieser Zeit sind der VDS-Standort und das Personal stetig gewachsen. Heute arbeiten hier rund 50 Experten daran, unsere Kunden in den frühen Phasen bestmöglich zu unterstützen.
 

Können Sie uns einen Überblick geben, welches Serviceportfolio Chicago umfasst?

Ja, natürlich. In Chicago bieten wir auf mehr als 2.700 Quadratmetern moderne und innovative Prozessentwicklungs- und Abfülltechnologien für die frühe Entwicklung und klinische Herstellung von Wirkstoffen. Wir unterstützen unsere Kunden von der präklinischen Phase bis zur Phase II. Für unsere Kunden sind wir dadurch bei entscheidenden Entwicklungsschritten an ihrer Seite. Unternehmen in dieser Phase müssen heutzutage oft mit hochkomplexen Molekülen zurechtkommen. Zu dieser Zeit fehlt häufig noch ein umfassender Überblick über alle Anforderungen der Substanzen.

Deshalb bieten wir flexible GMP Abfüllungen für alle gängigen Injektionssysteme wie Vials, Spritzen und Karpulen. Dafür stehen vor Ort insgesamt drei hochmoderne Reinräume bereit. Ergänzt wird das Ganze durch Labore für mikrobiologische und chemische Analysen, sowie Bereiche für die Materialvorbereitung, den Ansatz und die Optische Kontrolle.
 

Seit Ihrem Start in Chicago vor gut vier Jahren hat sich einiges am Standort getan. Wie hat sich der Standort seither weiterentwickelt?

Das ist eine interessante Frage. Als der Standort 2011 vollständig in Betrieb genommen wurde, hatten wir zwei Reinräume, welche die vollautomatische Abfüllung von Vials, sowie die halbautomatische klinische Herstellung für kleine Chargen ermöglicht. Seitdem gab es zwei Erweiterungen am Standort. Im Jahr 2012 haben wir die Bereiche der Analytik und der mikrobiellen Tests erweitert. Außerdem haben wir kürzlich den dritten Reinraum fertiggestellt. Dadurch sind wir jetzt in der Lage 3.600 Einkammerspritzen in einer Stunde abzufüllen und unseren Kunden so Chargen bis zu einer Größe von 25.000 Einheiten zur Verfügung zu stellen. Derzeit fertigen wir das Spritzenformat 1 ml long mit einem Volumen von 0,1 bis 1,1 ml pro Einheit.

Wir haben uns dadurch bei der klinischen Spritzenabfüllung noch besser aufgestellt. Die Spritze ist ein äußerst anwenderfreundliches Injektionssystem und wird sicherlich auch in Zukunft eine steigende Nachfrage insbesondere für bestimmte Indikationen aufweisen. Durch diese Erweiterung können wir unseren Kunden nun ein umfassendes Abfüllangebot für die klinische Entwicklung bieten, das Vials, Karpulen und Spritzen umfasst. So können wir Ihnen ermöglichen, bereits in den frühen Phasen das passende Injektionssystem einzusetzen, das dann später auch am Markt eingeführt wird.
 

Würden Sie aufgrund der bisherigen Entwicklung bestätigen, dass Vetter mit dem Standort die richtige Entscheidung getroffen hat?

Absolut. Bisher sind wir mit der Entwicklung des Standortes sehr zufrieden. Seitdem wir vor vier Jahren ins operative Geschäft eingestiegen sind, haben wir bereits zahlreiche Chargen für klinische Tests von Kunden abgefüllt. Mit dem Chicago Standort betreuen wir Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen und Regionen. Sie kommen sowohl aus den USA als auch aus verschiedenen Märkten rund um die Welt. Darunter sind Unternehmen aus Südkorea, Israel, den Niederlanden und aus Österreich. Es sind kleine und große Firmen, die an Therapien beispielsweise für Krebs, Muskelschwund und Kleinwuchs arbeiten.

Darüber hinaus spielt der Standort in Chicago für uns als gesamte Firma eine wesentliche Rolle. Wir können unseren Kunden dadurch einen reibungslosen Transfer zu unseren kommerziellen Fertigungsstätten in Deutschland ermöglichen. Mein Team und ich sind stolz darauf, dass wir bereits die ersten Wirkstoffe aus der Entwicklung in Chicago zu den Vetter Standorten in Deutschland überführt haben. Dort finden nun Arbeiten für die Phase III und eine anschließende kommerzielle Herstellung statt - ein großer Erfolg und Meilenstein für uns.
 

Frau Resatz, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben und uns über den Standort in Chicago auf dem Laufenden halten. 

Brochure

Vetter Development Service

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